Die Chancen von Low-Tech und Low-Cost-Ansätzen im glokalen Netzwerk

Projekte, die uns inspirieren

DYCLE ist dabei Apparate für die Herstellung unserer Windeleinlagen zu entwickeln. Wir sprechen oft davon, dass die Maschine "lo-tech" sein soll.
Was heißt das eigentlich? Wie müssen wir uns das vorstellen?

Wir möchten, dass die Herstellung unserer 100% plastikfreien Windeleinlagen dezentral möglich ist. Das heißt, für jeweils einige hundert oder tausend Familien könnte eine Produktionsstätte betrieben werden, die die umliegende Region versorgt. Damit gibt es kurze Wege und eine aufwändige Logistik entfällt. Die Produktion könnte von einer Gruppe Eltern selbst betrieben werden - das schafft Arbeitsplätze und ermöglicht sehr kostengünstige Windeleinlagen.

Für unsere Ideen gibt es einige Vorbilder, die uns sehr inspirieren und motivieren.

Du möchtest beim Entwicklungs-Prozess dabei sein? Komm' zu unserem nächsten Hackathon #2 am 25. Februar

 


PRECIOUS PLASTIC

Das Projekt wurde 2013 von Dave Hakkens in Eindhoven ins Leben gerufen. Seine Idee: einfache Werkzeuge, mit denen Menschen Plastik recyclen und zu neuen Produkten verarbeiten können. Die Baupläne sind Open Source, so dass jeder die Ausrüstung nachbauen kann. Auf der Webseite gibt es eine Karte, über die die weltweite Gemeinschaft von Interessierten, Nutzern und Werkstätten finden kann. Die Maschinen werden kontinuierlich weiterentwickelt, aktuell ist die dritte Generation in Betrieb.

Mehr Informationen unter
preciousplastic.com

 


"MENSTRUAL MAN"

Arunachalam Muruganantham brauchte fast fünf Jahre bis er seine erste Maschine gebaut hatte. Er war beinahe zum kompletten Aussenseiter geworden, um sein Vorhaben umzusetzen. Seine Idee: Frauen können mit einfachen Maschinen erschwingliche Monatsbinden herstellen und mit dem Verkauf ein Einkommen erzielen, gleichzeitig erhalten mehr Frauen Zugang zu bezahlbaren Binden. In den ärmsten Gebieten nutzen bisher nur die wenigsten Frauen hygienische Binden, weil sie oft einfach zu teuer sind und oftmals auch das Wissen fehlt. 

Wir finden beeindruckend, wie er mit Beharrlichkeit geschafft hat, was viele für unmöglich gehalten haben. Sein Ansatz verbessert die Hygiene für sehr viele Frauen. Die kleinen Produktionsstätten geben vor allem Frauen Arbeit und bilden sie weiter. Sie geben dort eine Perspektive, wo es bisher wenig Hoffnung gab. 

Es gibt einen Beitrag der BBC (in englischer Sprache) und ein Video, das Muruganantham und seine Erfindung zeigt.

http://www.bbc.com/news/magazine-26260978
https://www.youtube.com/watch?v=61zJIwHb2aA

 

Wir finden diese Projekte sehr wertvoll. Was inspiriert Dich?

 

14.02.2018 - 12:15

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